Kitzbüheler Anzeiger - Wunderland Aaart Foundation

Am Freitag, 27. Dezember feiert die Aaart Foundation in Kirchberg mit der Werkschau „Wunderland” Vernissage. Unter den zehn ausstellenden Künstlern ist auch Ameli Neureute, die sich mit dem Thema digitale Kunst auseinandersetzt. Sie zeichnet unter anderem auf dem iPhone.

Kirchberg. Ameli Neureuther stimmt aus einer sportlichen Familie, ihr Bruder ist Weltklasse-Skifahrer, ihre Eltern ehemalige erfolgreiche Skirennfahrer. Auf den ersten Blick scheint Ameli mit ihrem Werdegang in der Künstlerszene aus der Reihe zu tanzen, aber: „In unserer Familie stechen eher die Skifahrer heraus. Kunst hat jedoch eine lange Tradition, besonders väterlicherseits.“ Bereits ihr Ur-Ur-Ur Großvater war als Künstler tätig.

Kunst auf dem IPhone

Auch wenn die Kunst in der Familie Neureuther eine lange Geschichte hat, das künstlerische Wirken von Ameli Neureuther ist längst nicht von gestern. Im Gegenteil, mit ihrer Kunst bringt die Münchnerin neuen wind in die Szene. Sie hat vor drei Jahren die digitale Kunst für sich entdeckt und verwirklicht ihre Inspiration auf dem IPhone – der Finger als Pinsel, das Display als Leinwand. Mithilfe einer Applikation auf dem Handy fertigt Neureuther orts- und zeitungebundene Momentaufnahmen ihrer Umwelt, die in weiterer Folge vergrößert und gerahmt werden. Neureuther bezeichnet diese Form der Kunst als „App-Art“.

Diese „App-Art” ist nur eine Facette der Kunst, die von Ameli Neureuther in der Aaart Foundation zu sehen sein wird. Daneben stellt sie auch Illustrationen und detailgetreue Bleistiftzeichnungen aus, die eine enge Verbindung zu ihrer ersten großen Leidenschaft, der Mode, aufweisen. „Für mich gehen Mode und Kunst Hand in Hand und lassen sich sehr gut verbinden.” so Neureuther, die auch Mode studiert hat und unter anderem sechs Jahre lang bei „Wunderkind” unter kreativer Leitung von Wolfgang Joop tätig war. Aber Neureuther ist noch nicht mit ihrer Kreativität am Ende: „Ich möchte etwas für mich aufbauen und ein eigenes Label und eine Kollektion aufbauen.” Das ist das große Ziel der Münchnerin. Zunächst aber freut sich Neureuther auf die Ausstellung in Kirchberg: ,,Das Haus ist wunderschön und die Sympathie zu den Galeristen war sofort da.” Bei der Vernissage am 27. Dezember um 17 Uhr wird Neureuther persönlich anwesend sein.

Neun weitere Künstler

Neben der Münchnerin zeigen noch weitere neun Künstler vom 27. Dezember bis zum 20. April ihre Werke in der Aaart Foundation: Helmut Grill, Stephan Juttner, Martin Praska, Wim Steins, Daniele Buetti, Christoph Brech, Jan Davidoff, David Lachapelle und Hans Staudacher werden das Kunsthaus in den Kitzbüheler Alpen, Stöcklfeld 37 in Kirchberg, zum Wunderland machen.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung: bis 6. Jänner 2.014 täg-lich von 16 bis 19 Uhr, 9, Jänner bis 20. April 2014 von Donnerstag bis Sonntag von 16 bis 18 Uhr.

Foto: Schneider Press/München
Text: Michaela Wechselberger / Kitzbühler Anzeiger

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